28.12.2023

Anteil internationaler Azubis seit 2021 verdreifacht

Die Zentralklinik Bad Berka hat auf den Fachkräftemangel in der Pflege erfolgreich mit Programmen zur Gewinnung internationaler Kolleginnen und Kollegen reagiert. Die Zahl der internationalen Auszubildenden hat sich seit 2021 mehr als verdreifacht. War 2021 mit sieben internationalen Auszubildenden (insgesamt 37 Auszubildende als Gesundheits- und Krankenpfleger) noch knapp jeder fünfte nicht aus Deutschland, lag der Anteil 2022 bei über 30 Prozent (28 gesamt und 9 international). 2023 starteten mehr junge Frauen und Männer aus dem Ausland (24) ihre Ausbildung an der Klinik als in Deutschland Geborene (17).

Seit über drei Jahren engagiert sich die Pflegedirektion, um das so dringend benötigte Personal zu gewinnen. "Natürlich bilden wir aus, übernehmen unsere Absolventen, bieten unseren Pflegekräften unterschiedliche Arbeitszeitmodelle und auch viele Zusatzleistungen. Doch ohne internationale Schwestern und Pfleger wäre es schwer möglich, unsere Patienten zu versorgen", erklärt Pflegedirektorin Christiane Jähnert. Um Sprachbarrieren abzubauen, wurde für die Klinik ein Lexikon mit pflegerischen Artikeln entwickelt und Kurse angeboten. "Unsere neuen Kolleginnen und Kollegen reisen mit mindestens B1, viele aber auch mit absolvierten B2-Deutsch-Tests an. Wir möchten dennoch durch den zusätzlichen Unterricht dazu beitragen, dass die Kommunikation und die Einarbeitung verbessert wird sowie die Integration schneller erfolgen kann".

Inzwischen sind insgesamt 40 Auszubildende aus zehn Nationen und 50 Pflegekräfte aus 14 Nationen in der Klinik beschäftigt. "Jede internationale Pflegefachkraft erhält direkt nach der Einreise einen Deutschkurs mit 36 Unterrichtseinheiten. Wir haben eine Deutschlehrerin, die sehr engagiert und in kleinen Gruppen mit unseren Auszubildenden, Schwestern und Pflegern arbeitet. Dadurch erreichen wir ein besseres Verständnis auf allen Seiten und die Teams können erfolgreich zusammen wachsen", so Sebastian Schiel, Migrationsbeauftragter der Klinik.

BILD: Zentralklinik Bad Berka