26.01.2024

Generation Z: Philip Deprosse und Nikola Zambelli von Upzubi verraten, was junge Talente wirklich von Unternehmen erwarten

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen: Dabei haben besonders mittelständische Unternehmen Schwierigkeiten damit, geeignete Auszubildende für sich zu gewinnen. Mit Upzubi haben sich Philip Deprosse und Nikola Zambelli der Aufgabe verschrieben, attraktive Ausbildungsbetriebe mit den passenden Kandidaten zusammenzubringen. Wie das gelingt und was die Generation Z heute wirklich von Unternehmen erwartet, erfahren Sie hier.

Immer mehr Unternehmen klagen über nicht besetzte Ausbildungsplätze. Je nach Wirtschaftsbranche bleiben bis zu 40 Prozent aller Ausbildungsplätze unbesetzt. Erschwerend hinzu kommt, dass mittlerweile jede vierte Ausbildung abgebrochen wird - ein Umstand, der Unternehmen vor wachsende Herausforderungen stellt: Schließlich behindert dieser Mangel an entsprechenden Kräften nicht nur das Wachstum von Unternehmen - er gefährdet mittel- und langfristig vor allem die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe. Es bietet sich jedoch für Unternehmen eine Vielzahl von Vorteilen, Ausbildungen anzubieten. Durch dieses Engagement erhalten sie Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften, fördern eine frühzeitige Bindung der Mitarbeiter, minimieren das Risiko von Fehlbesetzungen und erzielen einen Imagevorteil. "Wer jetzt nicht aktiv wird, wird sich schon bald noch größeren Problemen als unbesetzten Ausbildungsplätzen entgegensehen. Denn wer nicht ausbildet, wird es in Zukunft schwer auf dem Arbeitnehmermarkt haben", mahnt Philip Deprosse, Gründer von Upzubi.

"Was es dazu braucht, ist in erster Linie ein zielführendes Konzept", ergänzt sein Geschäftspartner Nikola Zambelli. "Unternehmen müssen verstehen, was junge Menschen motiviert und wie eine dauerhafte Verbindung aufgebaut werden kann." Genau dabei unterstützen die beiden Experten kleine und mittelständische Betriebe: Mit Upzubi bieten sie eine entscheidende Brücke zwischen Bewerbern und Unternehmen. Dabei setzen sie auf eine interessante Mischung aus Online-Marketing und passender Zielgruppenansprache und erreichen so qualifizierte Auszubildende, die einen Matching-Prozess durchlaufen. So gewährleisten die Experten, dass Kandidat und Unternehmen perfekt zueinander passen. Sie wissen daher aus der Erfahrung mit zahlreichen Betrieben und angehenden Auszubildenden, worauf es jungen Menschen wirklich ankommt. Wie es Unternehmen schaffen, die Generation Z von sich zu überzeugen, haben Philip Deprosse und Nikola Zambelli im Folgenden zusammengefasst.

Der Ausbildungskrise trotzen: Warum Zielgruppenverständnis das A und O ist

Seit geraumer Zeit ist auf dem Arbeitsmarkt von einer Art Ausbildungskrise die Rede. Die Gründe dafür, warum immer weniger Menschen sich für eine Ausbildung entscheiden oder diese nach kurzer Zeit wieder abbrechen, sind vielfältig. Doch ganz oben auf der Liste steht mit Sicherheit eines: Sie wissen schlicht nicht, welche attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten sich heute für sie ergeben - von der fehlenden Sichtbarkeit der Betriebe ganz zu schweigen. Der Grund hierfür: Ausbildungsbetriebe wissen einfach nicht, wie sie junge Talente erreichen und für eine Ausbildung bei sich begeistern. Sie gehen beispielsweise klassische Wege über die Agentur für Arbeit und erhoffen sich große Erfolge - doch diese bleiben aus. Kein Wunder, denn die Generation Z lässt sich über solche Kanäle mit Sicherheit nicht erreichen.

"Zur Generation Z zählen in der Regel Menschen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden", erläutert Philip Deprosse. Schon 2020 zählte ein Großteil der Arbeitnehmer, etwa 36 Prozent, zur Generation Z - ein beachtlicher Anteil. Umso wichtiger ist es, ihre Eigenschaften und Bedürfnisse zu verstehen. "Da die Generation Z im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist, wird ihr vor allem eine gewisse Affinität zur Technik nachgesagt: Smartphone, Tablet und das Internet sind ein ständiger Begleiter. Nicht ohne Grund werden sie auch als 'digital Natives' bezeichnet", so Nikola Zambelli. Die Karriere hat nicht unbedingt oberste Priorität, eine ausgewogene Work-Life-Balance hingegen schon. "Gerade diese Punkte sind es, derer sich Ausbildungsbetriebe bewusst werden müssen", betont Philip Deprosse. "Denn nur wer seine Zielgruppe kennt, kann diese auch erreichen und für sich begeistern."

Moderne Arbeitsmittel, Wertschätzung und Work-Life-Balance: Wie Ausbildungsbetriebe die Generation Z begeistern

Um die Generation Z also von einer Ausbildung im eigenen Betrieb zu überzeugen, ist es wichtig, sich auf ihre Stärken und Schwächen einzustellen und die eigenen Ausbildungsangebote mitsamt dem Bewerbungsprozess anzupassen. "In erster Linie muss es natürlich darum gehen, die potenziellen Auszubildenden dort zu erreichen, wo sie sich heute mehrheitlich in ihrer Freizeit aufhalten - und das sind nun einmal die sozialen Medien", erklärt Nikola Zambelli. Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok eignen sich daher hervorragend, um sich und die Ausbildungsberufe ins rechte Licht zu rücken. "Wichtig dabei ist, ein authentisches Bild zu entwerfen: Potenzielle Auszubildende müssen sich darüber bewusst werden, welche Chancen und Möglichkeiten ein Ausbildungsberuf für sie offen hält und müssen darüber hinaus transparent über die Vorteile der jeweiligen Betriebe informiert werden", betont Philip Deprosse.

Doch wovon lässt sich die Generation Z eigentlich begeistern? "Neben modernen Technologien und Arbeitsmitteln geht es den heutigen jungen Talenten vor allem um Gleichberechtigung", so Nikola Zambelli. "Es ist daher entscheidend, mit den Kandidaten auf Augenhöhe zu kommunizieren." Damit einher sollten außerdem eine offene Feedbackkultur und die Möglichkeit, sich einzubringen, gehen. Schließlich möchten heutige Kandidaten wissen, dass ihre Meinung zählt und dass sie mitsamt ihrer Talente wertgeschätzt werden. Dies bietet den Kandidaten die Möglichkeit zur Meinungsäußerung, da diese Generation mit ständiger sozialer Interaktion aufgewachsen ist. "In diesem Zusammenhang geht es auch um soziale Aspekte: Sicherheit und Harmonie bieten die besten Grundlagen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre und eine ausgeglichene Work-Life-Balance - Aspekte, die für die Generation Z heute oberste Priorität haben. Zusätzlich kann mit einer offenen Feedbackkultur auch die fehlende Möglichkeit von flexiblen Arbeitszeiten wettgemacht werden", betont Philip Deprosse abschließend.

Ausbildungsbetriebe, die diese Bedürfnisse erfüllen und das offen nach außen kommunizieren, haben damit beste Chancen, auch in Zeiten der Ausbildungskrise talentierte Nachwuchstalente für sich zu gewinnen.

BILD: Upzubi